• 5. Februar 2019

    Gesichter des Deutschen Fundraising Verbandes

    Vor- und Nachname: Matthias Daberstiel

    Wohnort: Dresden-Lockwitz

    Arbeitsstelle und Berufsbezeichnung: Fundraiser, Spendenagentur und Herausgeber Fundraiser-Magazin

    DFRV-Mitglied seit: 2003

    Bildrechte: René Grodde

    1. Beschreiben Sie Ihre Tätigkeit mit einem Adjektiv, einem Substantiv und einem Verb. Kompetent Wissen vermitteln. Das Credo des Fundraiser-Magazins lautet „Fachlektüre die Spaß macht”. Es geht dabei immer um praktisches anwendungsbereites Fundraising-Wissen . Das gebe ich auch als Berater an engagierte Menschen weiter.

    2. Auf welchen beruflichen Erfolg sind Sie bis heute stolz?  Seit über 15 Jahren veranstalte ich Fundraisingtage. Mittlerweile in fünf Regionen in Deutschland. Der Zuspruch zeigt mir, dass diese Idee immer noch funktioniert. Stolz bin auf das Fundraising-Symposium für NGO-Profis, das wir nun schon zum vierten Mal mit viel Lob für das angebotene Programm veranstalten.

    3. Aus welchem beruflichen Fehler haben Sie am meisten gelernt? Ich habe mir letztens mal den Business-Plan angesehen, den ich 2003 zur Agenturgründung gemacht hatte. Da lag ich so daneben! Viele Organisationen waren damals noch gar nicht bereit für Fundraising und schon gar nicht für eine Agentur oder Berater. Ich musste deswegen eine hohe  Anpassungsfähigkeit entwickeln und mir neue und kreative Wege einfallen lassen. Das gelang nicht immer, aber man lernt mit jedem Projekt dazu. Gerade durch Kritik und Fehler. Das gebe ich jetzt gern auch in meinen Vorträgen und in unserer Rubrik “Schöner Scheitern” weiter.

    4. Was ist der beste Tipp, den Sie je von einem Fundraiser/ einer Fundraiserin bekommen haben? Ganz klar: „Ein Nein bedeutet nicht nie wieder!” Und noch etwas: Als ich die Agentur gründete, nahm ich eine kollegiale Beratung über den Fundraisingverband war. Das hat mir sehr geholfen. Ich weiß gar nicht, ob sich Ursula Kapp-Barutzki noch an das enthusiastische Greenhorn, das Sie damals anrief, erinnert. Auf diesem Weg vielen Dank für die vielen klugen Tipps damals.

    5. Von wem könnten sich FundraiserInnen eine Scheibe abschneiden? Von Social Entrepreneurs. Diese verfolgen ihre Ziele mit so viel Leidenschaft! Das reißt mich jedes Mal wieder mit. Dabei sind sie oft auch Rückschlägen ausgesetzt und müssen wieder neu ansetzen. Deshalb habe ich einige von ihnen auch bei den aktuellen Fundraisingtagen als Referentinnen und Referenten dabei. Wir können viel voneinander lernen. Insbesondere eines: Fortschritt beginnt mit Machen!

    6. Was machen Sie am liebsten nach Feierabend? Also Füße hoch, gibt’s auch, öfter stehe ich aber in der Werkstatt und baue was für unser altes Haus von 1875 oder im Garten. Abends beschäftige ich mich mit Ahnenforschung: Mein ältester bekannter Vorfahr war der Windmüller Veit Daberstiel, der unsere Familie im 16. Jahrhundert in Sachsen begründete. Momentan schreibe ich gerade am Ortsfamilienbuch Lockwitz, einer Art Familienchronik aller Bürger meines Wohnortes. Über 9.000 Familien sind bereits mit Vor- und Nachfahren in drei Jahrhunderten erforscht. Eine spannende Recherche, die mir immer wieder vor Augen führt, wie gut es uns heute eigentlich geht.

    Von wem könnten sich FundraiserInnen eine Scheibe abschneiden? Von Social Entrepreneurs. Diese verfolgen ihre Ziele mit so viel Leidenschaft!