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11. März 2026Pressemitteilung
FundraisingKompass
Aktuelle Studie – Fundraising in Krankenhäusern boomt: Jeder investierte Euro bringt im Schnitt mehr als sechs Euro zurück
Berlin, 11. März 2026 – Fundraising hat sich in deutschen Krankenhäusern fest etabliert: Über 80 % der befragten Kliniken betreiben inzwischen aktiv Fundraising. Das zeigt der FundraisingKompass 2026, die dritte bundesweite Studie zum Thema Fundraising in Kliniken und Krankenhäusern in Deutschland. Herausgegeben wird sie vom Deutschen Fundraising Verband (DFRV), Fachgruppe Gesundheitswesen, und dem Aktionsbündnis Gesundheit fördern.
Die Ergebnisse zeigen eine hohe wirtschaftliche Wirkung: Die teilnehmenden Einrichtungen erzielen durchschnittlich rund 800.000 Euro Spendeneinnahmen pro Jahr, knapp ein Drittel berichtet sogar von über einer Million Euro jährlich. Gleichzeitig liegen die durchschnittlichen Fundraising-Kosten bei rund 110.000 Euro. Daraus ergibt sich ein Return on Investment von über 6:1.
„Fundraising hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil des Klinikalltags entwickelt. Viele Krankenhäuser haben das Thema strategisch verankert und professionell organisiert. Der FundraisingKompass zeigt, welches Potenzial darin für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung liegt“, sagt Birgit Stumpf, Studienleiterin und Leiterin der Fachgruppe Gesundheitswesen im Deutschen Fundraising Verband.
Auch mit begrenzten Ressourcen erzielen viele Häuser bemerkenswerte Ergebnisse. „Kliniken erreichen mit vergleichsweise kleinen Teams beachtliche Erträge. Besonders erfolgreich ist Fundraising dort, wo es als Managementaufgabe verstanden, von der Leitung unterstützt und organisatorisch klar verankert wird“, betont Carina Helfers, Studienautorin und Bereichsleiterin der Stiftung Universitätsmedizin Essen. Die Stiftung ist die Koordinierungsstelle des Aktionsbündnisses Gesundheit fördern.
Spenden ermöglichen Projekte jenseits der Regelfinanzierung
Die Studie zeigt, dass Fundraising in Einrichtungen aller Versorgungsstufen eingesetzt wird und Projekte ermöglicht, die über die reguläre Krankenhausfinanzierung hinausgehen – etwa zusätzliche Therapieangebote, moderne Medizintechnik oder Infrastrukturmaßnahmen. Auch Forschung und Lehre profitieren vielerorts von Spendenmitteln.Großes Potenzial für weiteres Wachstum
Die Ergebnisse zeigen zugleich, wo weiteres Entwicklungspotenzial liegt: Zusätzliche personelle Ressourcen, klare strategische Zielsetzungen und eine stärkere Einbindung der Klinikleitung können Fundraising weiter stärken.Eine zentrale Rolle spielen Privatpersonen als Spender*innen. Besonders relevant sind ehemalige Patient*innen: Die Mehrheit der Kliniken bewertet diese Gruppe als wichtiges Fundraising-Potenzial. Viele Häuser sehen hier noch Möglichkeiten, den Kontakt systematischer zu gestalten.Orientierung für Klinikleitungen und Entscheidungsträger*innen
Der FundraisingKompass 2026 liefert eine aktuelle Standortbestimmung für das Fundraising im Gesundheitswesen. Die Studie richtet sich an Klinikleitungen, Fundraising-Verantwortliche, Stiftungen, Fördernde und politische Entscheidungsträger*innen. Sie zeigt, wie Fundraising zusätzliche Handlungsspielräume eröffnet und zur Verbesserung von Versorgung, Innovation und Patientenorientierung beitragen kann.Fünf zentrale Erkenntnisse der Studie
- Fundraising ist eine Managementaufgabe: Strategisch verankertes Fundraising entfaltet deutlich größere Wirkung.
- Investitionen lohnen sich: Mit einem durchschnittlichen ROI von über 6:1 gehört Fundraising zu den wirtschaftlich wirksamsten Aktivitäten im Krankenhaus.
- Überzeugende Projekte sind entscheidend: Greifbare Vorhaben mit klarer Wirkung sind der stärkste Treiber für Spenden
- „Grateful Patients“ sind ein Schlüsselpotenzial: Ehemalige Patient*innen gelten für fast 90 % der Kliniken als relevante Zielgruppe.
- Professionalisierung ermöglicht Wachstum: Ressourcen, strategische Einbindung und klare Strukturen sind Grundlage nachhaltigen Erfolgs.
Methodik (Kurzinfo)
Der FundraisingKompass ist die dritte bundesweite Erhebung zum Fundraising in Kliniken und Krankenhäusern in Deutschland. Die Studie analysiert die organisatorische Verankerung, wirtschaftliche Bedeutung sowie Erfolgs- und Entwicklungsfaktoren des Klinik-Fundraisings und ordnet die Ergebnisse im Vergleich zu früheren Erhebungen ein.
Autor*innen
Birgit Stumpf · Carina Helfers · Jorit Ness · Veronika SteinrückeHerausgeber
Deutscher Fundraising Verband (DFRV), Fachgruppe Gesundheitswesen
Aktionsbündnis Gesundheit fördernKooperationspartner
Oliver Rong, Roland Berger GmbHPressekontakt
Birgit Stumpf
Leitung Fachgruppe Gesundheitswesen des Deutschen Fundraising Verbandes e.V.
Brüderstrasse 13
10178 Berlin
Tel: +49 171 43 92 932
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