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3. Juni 2026
Fundraising mit Wirkung: Marina Weisband, Ilka Horstmeier und Gerhard Wallmeyer würdigen exzellentes Fundraising
Berlin, 2. Juni 2026. Im Rahmen des Deutschen Fundraising Kongresses hat der Deutsche Fundraising Verband (DFRV) am Abend des 2. Juni den Deutschen Fundraising Preis 2026 verliehen. Marina Weisband, Ilka Horstmeier, Gerhard Wallmeyer und Larissa Probst würdigten drei Kampagnen und eine Persönlichkeit, die durch starke Ideen, Kreativität und große Wirkung überzeugen.
1. Platz: UNO-Flüchtlingshilfe e.V. – „Winter ist kein Spaß“
Mit der Kampagne „Winter ist kein Spaß“ zeigt die UNO-Flüchtlingshilfe, wie durch digitales Fundraising Menschen aktiv eingebunden werden und wie die Wirkung von Spenden unmittelbar erlebbar wird. Im Zentrum steht ein virtueller Hilfskarton, den Menschen für Geflüchtete packen können. Prominente Unterstützer*innen wie Charly Hübner, Nilam Farooq und Milan Peschel sorgen dabei nicht nur für zusätzliche Reichweite, sondern vor allem für Glaubwürdigkeit und Nähe.
Die Kampagne kombiniert Gamification, emotionale Ansprache und glaubwürdige Testimonials und erzielt damit beeindruckende Ergebnisse: Mit einem Neuspender*innenanteil von 77 Prozent und Spendeneinnahmen von knapp einer Million Euro erreichte die Kampagne zahlreiche neue Unterstützer*innen und setzte Maßstäbe für innovatives digitales Fundraising. Gerhard Wallmeyer, Vorstand des DFRV und Mitgründer von Greenpeace, würdigte die Kampagne.
2. Platz: Lottie und betterplace – „Gemeinsam für mehr Sichtbarkeit und Forschung bei ME/CFS“
Anlässlich des ME/CFS-Awareness-Months hat die Podcasterin Lottie (Visa Vie) gemeinsam mit betterplace die Stimmen Betroffener in den Mittelpunkt gestellt. Sie nutzt ihre eigene Erkrankung, ihre Reichweite und ihre Stimme, um über ME/CFS aufzuklären und Spenden für Forschung und Unterstützung zu sammeln. Trotz ihrer Erschöpfung und der öffentlichen Aufmerksamkeit trägt Lottie ihre Geschichte mit bemerkenswerter Offenheit nach außen und schafft so eine emotionale Nähe, die viele Betroffene selbst nicht leisten können. Mit mehr als 370.000 Euro Spenden, über 13.000 Unterstützer*innen und einer Podcastfolge mit über 600.000 Streams übertraf die Kampagne alle Erwartungen. Marina Weisband, die selbst an ME/CFS erkrankt ist, wies in ihrer Laudatio eindringlich darauf hin, wie wenig über ME/CFS bekannt ist und wie wichtig die Kampagne von Lottie für die Aufklärung und für die Mobilisierung von Unterstützer*innen ist.
3. Platz: JOBLINGE – „Allianz für das basecamp München“
Für das Basecamp München konnte JOBLINGE fünf Unternehmen für ein gemeinsames Engagement gewinnen: die Allianz Gruppe, die BMW Group, die Infineon Technologies AG, die Siemens AG und die Lufthansa Group. Über einen Zeitraum von drei Jahren stellen die Partner 750.000 Euro, Sachspenden und Pro-Bono-Leistungen bereit. Die Jury würdigt ausdrücklich die Allianzbildung dieser großen Unternehmen und das gemeinsame Ziel, junge Menschen zu fördern, ohne Wettbewerbsdenken. Ilka Horstmeier (Mitglied des Vorstands BMW Group) engagiert sich stark in der Unternehmensallianz und ehrte die Preisträger*innen.
Herausragendes persönliches Engagement: Dr. Kathrin Sachse
Kathrin Sachse (Zeit für Zukunft – Mentoren für Kinder e.V.) hat den Preis für ihr herausragendes persönliches Engagement erhalten. 2013 gründete Kathrin Sachse neben ihrer Tätigkeit als Richterin den Verein Zeit für Zukunft – Mentoren für Kinder e.V. und baut seitdem ehrenamtlich ein tragfähiges Förderernetzwerk auf. Diese Leistung ist besonders herausragend, denn Kathrin Sachse betreibt kein punktuelles Anlass-Fundraising, sondern eine systematische und nachhaltige Arbeit. Stattdessen hat sie über Jahre hinweg ein belastbares, diversifiziertes Förderernetzwerk aufgebaut und Fundraising als strategische Kernaufgabe etabliert.
Larissa Probst, die Geschäftsführerin des DFRV, würdigte Kathrin Sachse als eine Persönlichkeit, die Fundraising als Führungsaufgabe begreift, Strukturen schafft und Verantwortung übernimmt.
Für die musikalische Begleitung sorgten der A-cappella-Chor Zimmmt mit dem Song „Keine Zeit – 36 Grad“ sowie Araba Pilic gemeinsam mit der Sängerin Mia Jacobsen. Durch den Abend führten Araba Pilic und Jan Uekermann.
Der Deutsche Fundraising Preis ist die wichtigste Auszeichnung der Branche im deutschsprachigen Raum. Er würdigt Leistungen, die die Zukunft des Fundraisings neu denken und dabei Maßstäbe setzen.
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Weitere Informationen zu den Preisträger*innen finden Sie hier.Pressekontakt
Larissa M. Probst
Geschäftsführerin
Deutscher Fundraising Verband e.V.
Brüderstr. 13 | 10178 Berlin
presse@dfrv.deÜber den Deutschen Fundraising Kongress
Der Deutsche Fundraising Kongress ist die führende Fachveranstaltung für Fundraising im deutschsprachigen Raum. Jährlich bringt er Fach- und Führungskräfte aus Nonprofit-Organisationen, Stiftungen und weiteren gesellschaftlichen Bereichen zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Best Practices und innovative Ansätze zu diskutieren.
Über den Deutschen Fundraising Verband
Der Deutsche Fundraising Verband e.V. stärkt die Kultur des Gebens und vertritt die Interessen der einzelnen Fundraiser*innen, der im Dritten Sektor tätigen gemeinnützigen Organisationen und der sie unterstützenden Dienstleister*innen in Deutschland. Er fördert die Professionalisierung des Berufszweigs sowie die Umsetzung von Transparenz und ethischer Prinzipien in der Branche. Ihm gehören rund 2.000 Mitglieder an.
Der DFRV europaweit der zweitgrößte Bundesverband seiner Art. Seit seiner Gründung 1993 fördert der Deutsche Fundraising Verband e.V. den regionalen, nationalen und internationalen Informations- und Erfahrungsaustausch im Fundraising, engagiert sich für Forschung und die Relevanz des Fundraisings in Politik und Öffentlichkeit.- Kategorien:
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