Fachtag Kultur-Fundraising 2026
Das Thema des Fachtages bezieht sich auf die Entwicklung, dass die Förderung durch Projektmittel absehbar zurückgeht und auch die strukturelle Förderung vieler Häuser wenig Spielraum bietet. Fundraising ist für viele Einrichtungen bereits jetzt eine wichtige Einnahmequelle und wird in Zukunft verstärkt nötig sein, um Ideen und Programme umzusetzen.
Wir stellen an guten Beispielen vor, wie Kunst und Kultureinrichtungen ihr Fundraising aufstellen oder diversifizieren können, um erfolgreich zusätzliche Mittel einzuwerben. In Inputs und im Austausch miteinander diskutieren wir gute Strategien und den Aufbau von notwendigen Strukturen. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen für Kultur und Kultur-Fundraising.
Zu Gast sind u.a. die Intendantin Carena Schlewitt von Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, Dr. Eckhard Priller, wissenschaftlicher Koordinator der Maecanata Stiftung, Antonia Lahmé, stellvertretende Leitung Förderung und Programme der Kulturstiftung des Bundes, Klaus Lederer, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Abgeordnetenhaus von Berlin und ehemaliger Kultursenator sowie Elisabeth Brunmayr, Referentin der Geschäftsführung, Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper.
Natürlich kommt wie immer auch das Netzwerken nicht zu kurz.
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Programm, 29. Juni 2026
- 09:30 Uhr Eintreffen und Kaffee
- 10:00 Uhr Begrüßung
- 10:20 Uhr Input: Annäherung von zwei Seiten: Fundraising für die zeitgenössischen Performing Arts in herausfordernden Zeiten - Carena Schlewitt
- 11:05 Uhr Input: Bürgerschaftliches Engagement und Unternehmenssponsoring an Staatsopern - Elisabeth Brunmayr
- 11:45 Uhr Gesprächsrunde zur Entwicklung des Kultursektors und der Bedeutung von Fundraising (Klaus Lederer, Dr. Eckhard Priller, Antonia Lahmé)
- 12:45 Uhr Mittagspause
- 13:45 Uhr Netzwerken mit Thementischen
- 14:45 Uhr Kaffeepause
- 15:00 Uhr Input: Die Macht der Sprache - Politisches Framing von Kunst und Kultur - Volker Gaßner
- 15:30 Uhr Input: Was ist Kultur wert? - Pay-What-You-Want als Finanzierungsmodell - Julia Saurer
- 16:00 Uhr Verabschiedung
Wiebke Doktor, Fachgruppe Kultur und Larissa Probst, Geschäftsführerin des Deutschen Fundraising Verbandes.
Carena Schlewitt, Intendantin HELLERAU – Europäische Zentrum der Künste in Dresden
Carena Schlewitt, geboren 1961 in Leipzig, ist Dramaturgin und Theaterleiterin. Sie studierte Theaterwissenschaften an der Humboldt
Universität Berlin, arbeitete an der Akademie der Künste in Ost-Berlin und war bei internationalen Produktionshäusern und Festivals als
Dramaturgin, Kuratorin und künstlerische Leiterin in Berlin, Düsseldorf und Basel tätig. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist sie Intendantin von
HELLERAU – Europäische Zentrum der Künste in Dresden, das 2026 mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet wurde.

Elisabeth Brunmayr, Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper
Dr. Eckhard Priller, Wissenschaftlicher Koordinator der Maecenata Stiftung, Antonia Lahmé, Stellvertretende Leitung Förderung und Programme, Programmentwicklung der Kulturstiftung des Bundes und Klaus Lederer, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Abgeordnetenhaus von Berlin und ehemaliger Kultursenator von Berlin.
jede Runde ca. 25 Minuten, 2 Wechsel
Volker Gaßner, Gründer der Campaigning School und Direktor Vier Pfoten
Julia Saurer, Community- und Kommunikationsmanagerin Deutscher Fundraising Verband e.V.
Was ist Kultur wert? – Pay-What-You-Want als Finanzierungsmodell
Was ist Kultur wert und was sind Menschen bereit, dafür zu zahlen? Kultureinrichtungen stehen vor wachsendem Finanzierungsdruck und gleichzeitig vor der Frage, wie sie Zugangsgerechtigkeit mit wirtschaftlicher Tragfähigkeit verbinden können. Das Pay-What-You-Want-Modell bietet hier einen vielversprechenden Ansatz: Es übergibt den Preis in die Hände der Besucher*innen und nutzt dabei verhaltensökonomische Mechanismen wie Fairness, soziale Verantwortung und Werteidentifikation. In diesem Impulsvortrag werden das Konzept und die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten vorgestellt sowie Erfolgsfaktoren aus der Praxis von Nonprofit-Organisationen präsentiert. Was funktioniert gut, was weniger? Anhand konkreter Praxisfälle wird gezeigt, unter welchen Bedingungen Pay-What-You-Want für Kultureinrichtungen eine echte Option sein kann und was erfolgreiche Umsetzungen auszeichnet.


