Fachtag Kultur-Fundraising 2026

Das Thema des Fachtages bezieht sich auf die Entwicklung, dass die Förderung durch Projektmittel absehbar zurückgeht und auch die strukturelle Förderung vieler Häuser wenig Spielraum bietet. Fundraising ist für viele Einrichtungen bereits jetzt eine wichtige Einnahmequelle und wird in Zukunft verstärkt nötig sein, um Ideen und Programme umzusetzen.

Wir stellen an guten Beispielen vor, wie Kunst und Kultureinrichtungen ihr Fundraising aufstellen oder diversifizieren können, um erfolgreich zusätzliche Mittel einzuwerben. In Inputs und im Austausch miteinander diskutieren wir gute Strategien und den Aufbau von notwendigen Strukturen. Außerdem beschäftigen wir uns mit der Entwicklung der politischen Rahmenbedingungen für Kultur und Kultur-Fundraising.

Zu Gast sind u.a. die Intendantin Carena Schlewitt von Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste, Dr. Eckhard Priller, wissenschaftlicher Koordinator der Maecanata Stiftung, Antonia Lahmé, stellvertretende Leitung Förderung und Programme der Kulturstiftung des Bundes, Klaus Lederer, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Abgeordnetenhaus von Berlin und ehemaliger Kultursenator sowie Elisabeth Brunmayr, Referentin der Geschäftsführung, Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper.

Natürlich kommt wie immer auch das Netzwerken nicht zu kurz.

Anmeldung zum Fachtag Kultur-Fundraising

Veranstaltungsort

Deutscher Fundraising Verband e.V.

Brüderstraße 13
10178 Berlin

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Programm, 29. Juni 2026

Wiebke Doktor, Fachgruppe Kultur und Larissa Probst, Geschäftsführerin des Deutschen Fundraising Verbandes.

Carena Schlewitt, Intendantin HELLERAU – Europäische Zentrum der Künste in Dresden

Carena Schlewitt, geboren 1961 in Leipzig, ist Dramaturgin und Theaterleiterin. Sie studierte Theaterwissenschaften an der Humboldt
Universität Berlin, arbeitete an der Akademie der Künste in Ost-Berlin und war bei internationalen Produktionshäusern und Festivals als
Dramaturgin, Kuratorin und künstlerische Leiterin in Berlin, Düsseldorf und Basel tätig. Seit der Spielzeit 2018/2019 ist sie Intendantin von
HELLERAU – Europäische Zentrum der Künste in Dresden, das 2026 mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet wurde.

Elisabeth Brunmayr, Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper

Bürgerschaftliches Engagement und Unternehmenssponsoring an Staatsopern
Vom Musiktheater-Neubau in Österreich zu einer neuen Staatsoper in Hamburg
Über Parallelen und Unterschiede in der Förderung der beiden Staatstheater
Die Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper wurde durch ein bürgerschaftlichen Engagement vor über 60 Jahren gegründet. Sie fördert künstlerische Produktionen der Sparten Oper und Ballett mit jährlich rund 1 Mio. EUR und steuert, vorwiegend durch Spenden von Privatpersonen und anderen Stiftungen einen wichtigen Beitrag zum jährlichen Etat der Staatsoper in Hamburg bei. Während in Hamburg durch die Kühne-Stiftung ein neuer Opernbau bevorsteht, ging auch in Österreich die Initialzündung zu einem neuen Opernbau von dem Freundeskreis des Linzer Musiktheaters aus. Während der Bauzeit konnten namhafte österreichische Unternehmen als Bau-sponsoren gewonnen worden. Ein Impuls über Parallelen und Unterschiede in der Förderung der beiden Staatstheater.
Elisabeth Brunmayr, geb. in Linz (Österreich), studierte Geschichte und Führung internationales Kulturprojekte an der Sorbonne in Paris und an der Université Paris 8 St. Denis. Sie kehrte für die Europäische Kulturhauptstadt Linz 09 zurück in ihre Heimatstadt und hatte dort neben den Eröffnungsfeierlichkeiten und dem Theaterfestival das erste Mal mit Fundraising in Form von Unternehmenspatenschaften für ein Schulprojekt zu tun. Später arbeitete sie für das Bruckner Orchester Linz und das Landestheater, bevor sie die Sponsoring Abteilung für den Neubau des Musiktheaters Linz leitete. Nach ihrem Umzug nach Hamburg arbeitete sie in der Kulturbehörde, an der HfMT Hamburg und ist seit 2021 bei der Stiftung zur Förderung der Hamburgischen Staatsoper tätig als Referentin der Geschäftsführung tätig.

Dr. Eckhard Priller, Wissenschaftlicher Koordinator der Maecenata Stiftung, Antonia Lahmé, Stellvertretende Leitung Förderung und Programme, Programmentwicklung der Kulturstiftung des Bundes und Klaus Lederer, Mitglied der Fraktion DIE LINKE im Abgeordnetenhaus von Berlin und ehemaliger Kultursenator von Berlin.

jede Runde ca. 25 Minuten, 2 Wechsel

Volker Gaßner, Gründer der Campaigning School und Direktor Vier Pfoten

Julia Saurer, Community- und Kommunikationsmanagerin Deutscher Fundraising Verband e.V.

Was ist Kultur wert? – Pay-What-You-Want als Finanzierungsmodell
Was ist Kultur wert und was sind Menschen bereit, dafür zu zahlen? Kultureinrichtungen stehen vor wachsendem Finanzierungsdruck und gleichzeitig vor der Frage, wie sie Zugangsgerechtigkeit mit wirtschaftlicher Tragfähigkeit verbinden können. Das Pay-What-You-Want-Modell bietet hier einen vielversprechenden Ansatz: Es übergibt den Preis in die Hände der Besucher*innen und nutzt dabei verhaltensökonomische Mechanismen wie Fairness, soziale Verantwortung und Werteidentifikation. In diesem Impulsvortrag werden das Konzept und die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten vorgestellt sowie Erfolgsfaktoren aus der Praxis von Nonprofit-Organisationen präsentiert. Was funktioniert gut, was weniger? Anhand konkreter Praxisfälle wird gezeigt, unter welchen Bedingungen Pay-What-You-Want für Kultureinrichtungen eine echte Option sein kann und was erfolgreiche Umsetzungen auszeichnet.

Medienpartner der Veranstaltung:

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