Fachgruppe Frauen

Informationen zur Fachgruppe Frauen

In Frankfurt wurde am 6. Februar 2008 in der DFRV-Geschäftsstelle der offene Arbeitskreis “Neue Fundraiserinnen” gegründet, der später in “Fachgrupe Frauen” umbenannt wurde. Der Kreis bestand anfangs aus sieben Mitgliedern, darunter eine Frau aus dem DFRV-Vorstand und eine aus der Geschäftsstelle.

Bereits am Vorabend des Fundraiserinnen-Tages 2007 hatten sich 15 Frauen zusammengefunden, die in Organisationen, der Kirche, Verbänden, Agenturen oder als Selbstständige tätig sind, um dem Thema “Frauen im Fundraising und im Verband” neue Kraft und Ausstrahlung zu geben. Themen wie Frauenförderung, Karriereplanung, Gehaltsstandards, Mentoring, Einflussnahme im Verband und die Netzwerkarbeit untereinander standen dabei im Vordergrund.

Schwerpunkt der Diskussion der “Neuen Fundraiserinnen” war jedoch die konkrete Verankerung der Frauenförderung im Verband. Als erstes Ergebnis stellte der Arbeitskreis deshalb einen Ergänzungsantrag zur Leitbilddiskussion des Verbandes vor. Er lautete:

“Frauenspezifische Förderung ist eine Querschnittsaufgabe, die in Leitbild und Satzung des Deutschen Fundraising Verbandes fehlt. Wir Fundraiserinnen erwarten, dass frauenspezifische Förderung bzw. Gender Mainstreaming als konkrete Aufgabe in Leitbild und Satzung des Verbandes aufgenommen wird. Wir erwarten außerdem, dass diese Aufgabe eine angemessene Unterstützung und möglichst breite Umsetzung im Verband und seinen Strukturen findet.”

Um den genauen Stand der Frauen im Fundraising von Organisationen, Kirche, Agenturen und als Selbstständige zu ermitteln, hatte der der Arbeitskreis auf dem Fundraising-Kongress außerdem eine statistische Befragung durchgeführt.

Dass die Frauenförderung im DFRV immer noch nötig ist, wurde unter anderem dadurch bewiesen, dass obwohl wesentlich mehr Frauen im Fundraising tätig sind als Männer, sie in Führungspositionen immer noch unterrepräsentiert sind. Auch die unterschiedlichen Gehaltsstufen von Frauen und Männern in vergleichbaren Positionen im Fundraising sind ein Hinweis auf die Dringlichkeit des Themas für die künftige Verbandsarbeit. Entsprechend hat der Vorstand am Freitag, 7. Februar 2008, ausdrücklich festgestellt, dass er frauenspezifische Themen für wichtig erachtet. Er sagte den Fundraiserinnen im Arbeitskreis und im Verband seine volle Unterstützung zu.

Die Fachgruppe Frauen freut sich über Feedback und noch mehr Unterstützung.

Aufgaben und Projekte

Die Fachgruppe-Frauen organisierte 2012 das erste und bisher einzige professionelle Mentoring-Programm im Deutschen Fundraising Verband. Das Programm ging über 12 Monate und umfasst die gezielte Unterstützung von Nachwuchskräften (Mentees) durch Rat und Einfluss von etablierten Führungskräften (MentorInnen)  im Fundraising. Der Auftakt für das Programm fand im Rahmen des FrauenFundraisingForums (FFF 2012, 7.-8.Sept, in Kassel) statt.

Mentorin werden konnten Frauen, die seit mindestens drei Jahren in Führungspositionen und seit mindestens zehn Jahren im Fundraising tätig sind. Die Mentorin nimmt dabei verschiedene Rollen ein: Beraterin, Unterstützerin, Vorbild, Türöffnerin, Kontakterin, oder „Kritische Freundin“. Für sie besteht der Vorteil darin, die eigene Karriere und den Arbeitsstil zu reflektieren.

Mentee werden konnten Frauen, die Führungspositionen anstreben, Berufs- und Erziehungsurlaub-Rückkehrerinnen, Neu-Führungskräfte, Existenzgründerinnen oder Frauen, die ein besseres Standing erreichen wollen. Sie sollten dafür klare berufliche Ziele und Erwartungen formulieren, auf die hingearbeitet werden kann, wie besserer Job, höheres Gehalt, andere Abteilung etc. Das Programm bietet Mentees eine Struktur, die sie darin bestärkt, ihre Ziele aktiv und engagiert zu verfolgen.

  • Kolleginnen bei ihrer beruflichen Entwicklung unterstützen und fördern
  • Wieder-, Um- und Einsteigerinnen die Orientierung erleichtern
  • Der häufigen Vereinzelung entgegenwirken
  • Den Erfahrungsschatz und die Kontakte im Netzwerk ausschöpfen und vergrößern
  • Eine Brücke zwischen den Fundraising-Generationen schlagen

 

Die Fachgruppe Frauen veranstaltete das Mentoring in einem festgelegten Rahmen, der von einer Mentoring-AG definiert und begleitet wird. Dazu gehörte zunächst die Ausschreibung, auf die sich potentielle Mentorinnen und Mentees bewerben. Die AG suchte Paare aus, die thematisch und inhaltlich zueinander passen. Diese „Tandems“, Mentorin und Mentee, lernten sich auf der Auftaktveranstaltung kennen. Dort bekamen sie eine Einführung ins Programm sowie Anregungen und Tipps, wie das Jahr verlaufen könnte. Während des Programm-Durchlaufs von 12 Monaten boten die Ansprechpartnerinnen der Mentoring-AG aber auch Rat und Unterstützung bei Fragen oder Problemen.
Zur Co-Finanzierung des Programms wurde von den Mentees eine Bearbeitungsgebühr von 10,- Euro/Monat erhoben.
Das Programm endete mit einer Abschlussveranstaltung, auf der alle Tandems ihre Erfahrungen und Erlebnisse präsentierten.

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